Am nächsten Tag kamen wir mittags in Tain l'Hermitage an, wo wir unseren Bus auf dem Camping Municipal abstellten. (Dieser Service heißt "garage mort" und kostet ca. 2,30€ pro Tag - im Hochsommer haben wir woanders knapp 6€ dafür bezahlt!).
Es hatte schon etwas von 'coming home': der bekannte Platz an der Rhône: schnell gefunden, es war sonnig, es wehte ein heftiger Südwind (also Gegenwind!) und Monsieur war redselig und sehr freundlich - wie immer.
Schnell noch mal die Bequemlichkeit von Stühlen genutzt und einen Imbiss genommen, das Zelt zum Trocknen aufgestellt und dann werden die Räder gepackt. Schließlich wollen wir heute wenigstens noch bis Valence kommen. Der Patron erkundigt sich nach unseren Plänen und weicht bei unserer Frage nach dem météo aus - er will uns nicht die Hoffnung und den Elan nehmen! Na, das kann ja heiter werden. Aber wir hatten uns vorgenommen, dieses Mal nicht so "weichei-ig" zu sein wie im Sommer!
Das dürfen wir dann gleich beweisen: bei heftigem Gegenwind fahren wir die uns schon vom Sommer bekannte etwas langweilige Strecke nach Valence klaglos. Kein Wunder, wir sind ja fest entschlossen, am Meer anzukommen.
Inzwischen bewegen wir uns fast wie Einheimische in Valence, fahren zielsicher und todesmutig mitten durch den Feierabendverkehr und lassen uns auch von einer Riesenbaustelle in der Innenstadt nicht abhalten und landen auf dem Campingplatz von Valence (wie immer ca. 10€) . Der ist sicher kein Kleinod unter den Campings, aber er liegt verkehrstechnisch günstig. Auch dieser Platz gehört deswegen zu unseren Standard-Rastplätzen. Allerdings ist er jetzt ungewohnt leer. Normalerweise stehen hier zig Wohnmobile oder Gespanne, die sich am liebsten alle die Pole-Position für den morgendlichen Abflug sichern wollen.
Abends schlendern wir an der Rhône entlang und durch einen liebevoll angelegten Park mit Blick in die sehenswerte Altstadt und können noch draußen sitzen und uns eine Pizza genehmigen. |